Friday, March 6

Irrung






(Popkultur ist, schlechte Selbstportraits mit experimentell elektronischer Musik und Franz Kafka zu verbinden.)

"Wir sind, mit dem irdisch befleckten Auge gesehen, in der Situation von Eisenbahnreisenden, die in einem langen Tunnel verunglückt sind, und zwar an einer Stelle, wo man das Licht des Anfangs nicht mehr sieht, das Licht des Endes aber nur so winzig, dass der Blick es immerfort suchen muss und immerfort verliert, wobei Anfang und Ende nicht einmal sicher sind. Rings um uns aber haben wir in der Verwirrung der Sinne oder in der Höchstempfindlichkeit der Sinne lauter Ungeheuer und ein je nach der Laune und Verwunderung des Einzelnen entzückendes oder ermüdendes kaleidoskopisches Spiel. Was soll ich tun? oder: Wozu solll ich es tun? sind keine Fragen dieser Gegenden."

- Franz Kafka, aus dem Nachlass, 1983

5 comments:

Anonymous said...

der hammer wie du einen bademantel mit klamotten darunter trägst

Daria said...

das ist mein schlafanzug.

Anonymous said...

Schier unglaublich, dass Kafka sogar noch 59 Jahre nach seinem eigenen Tod solch schöne Worte verfasst hat.

Daria said...

ja, war eben ein wirkliches genie!
ne jetzt mal im ernst, meinst du wirklich dass ich so blöd bin? das finde ich schon erstaunlich. aber wenn es dich denn so stört, schreibe ich gerne "aus dem nachlass" dazu.

Kirill said...

Hammer geiles Zitat! Wir brauchen mehr Kafkas auf dieser Welt und weniger Anonyme Internet Kommentare.