Wednesday, July 3

The wanderlusting heart





Weg möchte man. Weg möchte jeder. Weg von den schlechten Gewohnheiten, weg von der täglichen Normalität, die einen umgibt, weg von den immer selben Gesichtern, den kritischen Gesichtern der Großstadt, die einen nur noch runterziehen. Und dann quasi auf und davon. Mit Sack und Pack verschwinden. Wenigstens für ein Paar Tage vielleicht. "Hey, ich bin dann mal weg!". Wäre es doch nur so verdammt einfach mal zu entfliehen, von all dem. Endlich mal die Gelegenheit haben, wie in den zahlreichen Zitaten von großen Helden den Regen zu genießen, anstatt nur nass zu werden. Endlich mal in die ganz eigene utopische Welt tauchen und verschwinden von hetzenden Menschen, die eigentlich gar nicht wissen wohin sie so schnell wollen. Zum Behandlungstermin wegen Burn-out wahrscheinlich. 

Bin müde von den Menschen die für nichts mehr Begeisterung aufbringen können. Wo sind die ganzen Menschen hin, die brennen? Brennen mit Leidenschaft für die verrücktesten Dinge? Brennen, für das Leben, für die goldene Zeit die genau jetzt läuft? Wo sind sie hin? 

Ich brauche Raum. Und Zeit. Gute Musik und gutes Essen. Einen Himmel, gefüllt mit den tausenden Sternen des weiten Universums über mir. Ich will mich schrecklich verirren, in einer Stadt, die meinen Namen nicht in allen Straßen schon gerufen hat. So verirren, dass ich die in die engsten Gassen komme, in denen man die Wände atmen hören kann. Wir verlaufen uns viel zu selten, weswegen wir auch nie das erleben, was erzählenswert ist. Denn die besten Momente erlebt man doch, wenn man den Plan hinschmeißt? Nennt man das nicht eigentlich Leben? Küsse

3 comments:

Suche nach dem Ziel said...

Ein so unglaublich schöner Text. Du schreibst wundervoll und du hast mit all dem so unendlich Recht...

Anonymous said...

Endlich mal jemand der das gleiche denkt und fühlt wie ich.

Elaine said...

Genau DAS sind meine Gedanken in Worte gefasst!