Monday, March 25

Future dreams and real life


Kalte Tage bringen einen zum Nachdenken. Und ich bin ja auch so schon berühmt berüchtigt dafür. Neben einer Tasse Tee sitze ich also wieder vorm Laptop und bin am tippen. Die Wörter fliegen mir praktisch so zu, wenn ich über meine Zukunftspläne denke. Nur habe ich manchmal das Gefühl, dass einem die Zeit so davon rennt. Alle ziehen mit und ich bleibe im Strom stecken. Ich kann kaum fassen, dass ich in zwei Jahren mit der Schule fertig sein soll. Ich meine, wo steh ich dann? Mit gepackten Koffern vorm Elternhaus und ziehe los in die Welt? Natürlich will ich so bald wie möglich mit beiden Beinen im Leben stehen und das Leben in vollen Zügen genießen, aber ob ich auch bereit dafür bin? Ich werde nächstes Jahr volljährig. Das alles kommt mir überhaupt nicht real vor. Wisst ihr was ich meine? Wie kann es sein, dass ich schon so weit bin? ...

Nach dem Abi möchte ich erstmal helfen. Am liebsten Work and Travel. Ganz weit weg von hier, um zu sehen wo mein Himmel wirklich anfängt. Dorthin, wo die Menschen mit viel weniger als wir haben, viel glücklicher sind. Dort, wo das Herz nicht grün vor Neid ist. Dort, wo man einfach das Leben schätzt. Gesundheit und Liebe. Ich habe so viel vor mit mir.. Reihenhaus mit Ehemann, Zwillingen und Labrador. Muss ich das auch haben? Verdammte gesellschaftliche Konventionen, ihr könnt mich mal! Ja, schon klar; die Gesellschaft für alles Mögliche verantwortlich zu machen und zu verfluchen bringt nichts. Mutter sagt immer, dass mir alle Türen offen stehen. Ich müsste nur die Beine in Gang setzen und das tun, was ich wirklich will.

Was ich gerne tun würde? Lehramt studieren. In den United States of America. Dort dann an Schulen in sozialen Brennpunkten Philosophie und Sprachen unterrichten. Kindern und Jugendlichen helfen, die es so schon nicht einfach haben. Ihnen zeigen, dass es nicht darauf ankommt, woher man kommt, sondern wohin man von dort aus geht. Ihnen Literatur und Kultur ans Herz legen, wenn es bei ihnen Daheim ein Fremdwort ist. Am liebesten natürlich in NY wohen. Brooklyn Heights. Wie könnte es auch anders sein? Aber ob das alles so realisierbar ist, steht in den Sternen. Das ist okay, denn es wäre doch langweilig, wenn man schon wüsste, wie die eigenen Lebensabschnitte so verlaufen. Und man könnte so nicht mehr die Schönheit des Zufalls genießen, stimmt's? Aber träumen kann man immer. Küsse

1 comment:

Anonymous said...

total schöner post. Dafür liebe ich deinen Blog.