Monday, December 3

The rebels of fashion







Editorial for Gap, Zipora Seven

Seit Mode so oft nur noch als "Trend" verstanden wird, das heißt ohne jeglichen Charakter, hoffe ich immer auf die Rebellion über die Welt mit einer Mode, die nach dem eigenen Ich geht. Eine Rebellion, die alle Regeln der Mode bricht, die Magenta mit rot erlaubt, und auch Hosen mit Schlag.

In unserem Zeitalter wird so viele falsch verstanden, wie ich denke. Kleidung ist keine Reflexion des eigenen Ichs. Es wird sich versteckt hinter ihr. Möglichst sexy, mysteriös, oder um einmal das Schlimmste aller Wörter in den Mund zu nehmen, möglichst Hipster. Man versucht sich in eine Lifestyle-Gruppe zu zwängen; mit zerrissenen Strumpfhosen jung und abgefuckt aussehen. Hier kann man diskutieren. Über den Einfluss der Medien, über unsere neuen Wertvorstellungen, unser Leben und alles was uns umgibt. Mode wird verstanden als etwas zeitlich begrenztes, sprich etwas ist gerade in. Ich denke dass es dadurch schwer geworden ist Gleichgesinnte zu finden. Verkauft mich für oberflächlich und scheiße, aber wir suchen nun mal unseren neuen Freund an der Kleidung aus. Erzählt mir hier nichts von inneren Werten, natürlich geht es um die. Nur leider scheinen die nicht jedem wie die Sonne aus dem Allerwertesten, um es mal grob auszudrücken. Was ich ja sowieso schon schade finde, ist, dass man nicht auf Anhieb sehen kann, was für einen Musikgeschmack jemand hat. Das würde alles so viel einfacher machen, wenn man quasi einen Analyse-Blick hätte, um direkt zu wissen: Aha! Der hört Coldplay! Ein potenzieller Artgenosse! Ist vielleicht ein wenig weit gegriffen, aber das wäre in der Tat etwas schickes.

Um nochmal auf die Mode zurück zu kommen. Ich finde es oft traurig wie viele sich verstellen und so nie zu sich selbst finden, weil sie immer von  etwas geprägt wurden, dass sie eigentlich nicht glücklich macht. Diese dauernden Zwänge irgendwo reinzugehören. Klar, man muss erst ein Paar Schuhe probieren, bevor man den Richtigen gefunden hat, aber was ist wenn er ausverkauft ist, bis wir ihn endlich gefunden haben? Wir alle suchen nach Akzeptanz in dieser verranzten Gesellschaft, sogar die ganz harten Anarchos. Bevor wir aber Akzeptanz von anderen erwarten, sollten wir wohl uns selbst akzeptieren. Uns nehmen wie wir sind, mit ein einigen Macken und einigen lockeren Schrauben. Ist es denn nicht was uns ausmacht?

Schönheit im Abweichen von der Norm, Schönheit eines jeden Individuums, in einer anderen Art.
Ich mein es gibt für jeden Topf einen Deckel, wie Mutter immer sagt, da brauchen wir uns keine Sorgen zu machen dafür den falschen hippen Lifestyle zu haben. Küsse

3 comments:

Anonymous said...

Du suchst dir deinen neuen freund nach der kleidung aus? Das sieht dir ähnlich. Oberflächlich und scheisse trifft es ganz genau. LG.

Daria said...

nein eben nicht, das hab ich garnicht geschrieben. ich mein dass man an der kleidung meist erkennen kann in welche gruppe sich die personen einordnen will. "oberflächlich und scheiße" kannst du ja bestens beurteilen, super hohes niveau.

LG zurück.

Anonymous said...

ich finde den text echt klasse .du hast recht , mit all dem das du geschrieben hast! er hat mich zum nachdenken gebracht. danke dafür .

LG von
jemandem den du kennst .