Sunday, September 9

Anti alles für immer



Anti Swag DIY Pullover, NYer Shirt+H&M Hoodie

Das typische Swag-Yolo-Mädchen: es trägt eine Snapback, am besten von Supreme; high-waisted Levi Shorts; Nike Air Max in bunten Farben, und ein kesses viel zu groß geratenes T-Shirt was möglichst nach einem College-Leben irgendwo in den schönen Vereinigten Staaten aussieht. Es hört Mac Miller; scheißt auf die Meinung anderer. Sie lebt eben ihr Motto frei nach dem des Rappers Drake. Und das ist ja auch vollkommen okay, ich meine das ist ja mehr als realistisch zu sagen, dass man nur einmal lebt? Und wohl auch eines der schlausten Phrasen, die ein solcher Rapper je von sich gegeben hat. Ich hab nur das Gefühl dass dieses Motto ein bisschen in die Hose gegangen ist, oder zumindistens falsch verstanden wird. Denn YOLO ist nunmehr keine Lebensweisheit, sondern ein Status auf dem allseits beliebten sozialen Netzwerk Facebook.

Wenn ich mir soetwas überlege, denke ich egoistischer Weise erstmals an mich. Ich mit meinem Gesicht, mit meinem Geschmack und meinem Humor. Und manchmal, gehöre ich ganz zur großen Masse, und das nicht im positiven Sinne. Ich nenne mich nicht individuell. Alle diese Individuen, sie sind letztendlich gleich, mit der Aussage etwas besonderes zu sein. Aber was ist das schon, Individualismus? Theoretisch sind wir es doch alle. Nur hat dieser Begriff eben eine völlig neue Bedeutung angenommen. Ohne Tiefe mit tieferem Sinn. Niemand kann behaupten dass er sich nicht von dem Schönen hinreißen lässt, oder dass Charakter als erstes auf der Liste der Begierde steht. Denn die Oberfläche zählt nun. Und individuell ist nurnoch der Modestil, der Musikgeschmack. Mehr ist es einfach nicht.

Unsere Gesellschaft macht uns krank. Und wir sind uns nur noch am beschweren. Über alles. Über die fehlende Kulur, darüber dass es zu hohe Steuern gibt, dass die Arbeit anstrengend ist; dass die Schule mit ihren Lehrern ein falsche Konzept hat; und es zu viele Protagonisten gibt, die sich für den Phönix halten, wobei sie eigentlich nur der ordinäre Haushahn sind. (Goethe Zitat, Strike!)

Wir haben irgendwo alle unser Gesicht verloren. Und es geht mir garnicht mehr um Mode, denn das wäre viel zu subjektiv. Es geht darum, dass wir so von uns selbst geprägt sind. Wir wollen zwar etwas ändern, aber nur so, dass es uns nicht schadet.Wir sind leise, wir sind erschöpft, wir suchen nach uns selbst, wir finden uns nicht. Wir warten vergebens auf eine Revolution, denn wir sind alle müde. Müde von dem Alltag mit den selben individuellen Gesichtern und dem selben Alltag. Dem selben Alltag, von uns, den Jugendlichen, mit dem Motto "You only Live Once".  Wir wollen doch leben, so als wäre es der letzte Tag. Nur schade dass es nur ein schönes Ziatat ist. Wir haben keine Zeit es zu verwirklichen. Es ist und bleibt ein schön klingender Satz. Denn letztendlich machen wir nichts daraus. Außer es auf schlechten Partys laut rauszuposaunen. Küsse

8 comments:

Kim said...

Schön gesagt, und so wahr!

Der Egoismus des Menschen - es gibt kein Entkommen. Man sollte es einfach hinnehmen, denn letzten Endes ändert sowieso kaum einer was.

Johanna said...

Liebe diesen Post! Dein Text passt und ist unglaublich gut geschrieben. Top :)

Starlight Next Door said...

"lieber rebell ohne grund als rebell ohne mund" prinz pi

Miss Curiosity said...

ich mag deine texte sehr!

Jana said...

Meine Gedanken, "laut" aus gesprochen. Danke!

Anonymous said...

me gusta ;)

Pünktchen said...

genial!
ich folg dich übrigens.

glossyfreckles said...

du hast es auf den punkt gebracht. sehr guter text!