Saturday, March 10

Guess who is back?




Funny fact, dass ich an diesem Post seit ca. einem Monat sitze. Draußen ist es immer noch kalt, das Wetter genau wie vor einem Jahr in England. Nunja, warum ich wieder schreibe? "Was fällt dir eigentlich ein, einfach nicht mehr zu bloggen?" Ich habe nach den wichtigen Dingen im Leben gesucht, diesen Dingen, nach denen man sucht, wenn man "erwachsen" wird. Aber was ist das schon? Erwachsen sein.. Und nun sitze ich hier. Draußen regnet es schon seit heute morgen, leise kommt Musik aus der Küche, Mama kocht. Nichts hat es gebracht. Mit den Dingen aufzuhören. Ich hatte ein bisschen mehr Zeit für Winterdepression und Hausaufgaben. Oder stundenlanger Suche nach schwarzen Lackloafern. 

Ich weiß garnicht warum ich die ganze Zeit gerannt bin. Und besonders wo hin. Aber egal wohin man rennt, am Ende rennt man in sich selbst. Ich habe aufgeräumt. Oft. Bin durch mein Zimmer gelaufen und habe alles auf dem Boden ausgebreitet, was alt und vergessen war. Die ganzen Bilder von Freunden in Fotofix-Automaten, Briefe von Oma aus Russland, Postkarten von überall, Stadtpläne von München und Paris. Wie kann es sein, dass wir alles so schnell weglegen? Dass wir uns sofort etwas neues suchen, dem Aufmerksamkeit geschenkt wird?

Meine Kamera ist eingestaubt. Liegt herum wie ein altes Buch, dass zwar gut war, man es aber eigentlich nicht mehr braucht. Zum Wegwerfen ist es ja auch zu schade. Ich kreise herum. Darum, ob ich wirklich das tue was ich will. Ob ich das will was ich tue. Und ich komme zu tausend Gedanken, die keinen Schlussstrich ziehen.

Ich hasse Mathe. Weil alles berechenbar ist. Und weil sonst nichts berechenbar ist. Weil diese ganzen Wege am Ende zu einem Ziel führen. Und wenn man sich verrechnet hat, rechnet man einfach nochmal.
Ich hasse diese Texte. In denen man von seinem schlimmen Leid erzählt nicht das richtige zu finden, was man sucht. Wonach suche ich überhaupt? Gedanken kreisen herum.

Hallo Welt, ich bin immer noch existent. Ich bin immer noch die Daria, die alleine einkaufen geht. Die Daria, die an Freitagen mit Freunden Tanzen geht. Die Daria, die ein bisschen was für Mode übrig hat. Auch ein bisschen für Musik. Ein bisschen für Ballett.

Ich bin echt. Das alles ist echt. Wir sind echt. Wenn wir wollen, ab und zu.
Wir sind laut, aber das macht nichts. Wir kreisen herum, wir verstehen nichts.
Wollen nicht verstehen. Haben keine Lust zu verstehen. Weil wir so sind. Wir sind eben laut. Manchmal.
Solange es die Gedanken sind, ist das okay. Ich bin okay.

Willkommen zurück.

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